Die zivilen Ausbildungswerkstätten der Bundeswehr in Stadum/Leck und in Husum haben Zukunftsperspektiven. Dies erfuhr der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingbert Liebing, MdB, heute (Dienstag) aus dem Bundesverteidigungsministerium vom Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Kossendey.
Während die Zukunft der Ausbildungswerkstatt in Husum relativ sicher war, da auch die zugehörige militärische Einheit der Flugabwehrraketengruppe 26 in Husum erhalten bleibt, bestand Sorge um die Ausbildungswehrstatt in Leck. Sie wird bei der Flugabwehrraketengruppe 25 in Stadum/Leck geführt, die nach
den Entscheidungen zur Bundeswehrstrukturreform aufgelöst wird. Deshalb war zunächst für das neue Ausbildungsjahr 2012 keine Einstellungsquote vorgesehen.
Im November hatte Liebing das Thema persönlich mit Staatssekretär Thomas Kossendey (CDU) besprochen und sich gemeinsam mit der CDU-Landtagsabgeordneten für Südtondern, Astrid Damerow, MdL, an Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière gewandt. Insbesondere die hohe Übernahmequote der Auszubildenden in die Bundeswehr an diesem Strandort
sei ein Argument für den Erhalt, so die CDU-Politiker.
Jetzt hat eine Neubewertung der Gesamtlage stattgefunden. Demnach werden auch im neuen Ausbildungsjahr ab Sommer 2012 14 Ausbildungsplätze für den Beruf des Elektronikers für Geräte und Systeme (EGS) zur Verfügung stehen, heißt es in der Mitteilung von Staatssekretär Kossendey an Ingbert Liebing.
Generell wird zur Zeit der zivile Ausbildungsbedarf in der Bundeswehr überprüft. In der Vergangenheit hatte die Bundeswehr über 5.200 Ausbildungsplätze angeboten, obwohl der eigene Bedarf nur bei 1.400 bis 1.500 lag. Damit trug die Bundeswehr der gesamtstaatlichen Verantwortung
Rechnung, als für die hohe Zahl von Schulabgängern zu wenig
Ausbildungsplätze zur Verfügung standen. Inzwischen ist die Situation mit offenen Ausbildungsplätzen und einem Lehrlingsmangel in verschiedenen Branchen grundsätzlich anders. Dies wird zu einer deutlichen Reduzierung der
zivilen Ausbildung in der Bundeswehr führen. "Deshalb ist es ein gutes Zeichen, dass jetzt auch geprüft wird, die Ausbildungswerkstatt in das künftige Bataillon Elektronische Kampfführung 911 am Standort Stadum zu überführen", erklärte Liebing. Dies würde den längerfristigen Erhalt dieser Ausbildungsplätze in Berufen, die zur Zeit zivil in Nordfriesland so nicht angeboten werden, bedeuten.
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