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Unions-Küstenparlamentarier informieren sich über Einsatz von Flüssigerdgas im maritimen Sektor

15. Dezember 2011

Die Mitglieder des Arbeitskreises Küste der CDU/CSU-Bundestagsfraktion trafen heute mit Dr. Dietrich Gerstein, Senior Vice President der E.ON Ruhrgas AG, zusammen. Die Sitzung wurde genutzt, um die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für den Einsatz von flüssigem Erdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) in Deutschland zu diskutieren.

„Die direkte Einspeisung von LNG in das Gasnetz trägt zur Diversifizierung unseres Erdgasvorkommens und zur Steigerung der Versorgungssicherheit bei. Zudem bietet LNG interessante Perspektiven mit Blick auf neue Verwendungsmöglichkeiten. Hierzu gehört der Einsatz von LNG als Treibstoff für Schiffe – ein Markt, dem angesichts sich verschärfender Umweltstandards großes Potenzial zugeschrieben wird“, erklärte der Vorsitzende des Küstenkreises, Ingbert Liebing MdB.

Gerstein machte deutlich, dass es sich bei LNG um einen im Vergleich zum heutigen Schiffstreibstoff sehr sauberen Treibstoff handele, der einen Beitrag zur drastischen Reduzierung von Schiffsemissionen (CO2, SOx, NOx) leisten könne. Voraussetzung dafür sei allerdings die Schaffung einer Infrastruktur, die die Verteilung des LNG von den großen Anlandeterminals auf Speicher in kleinere Häfen („Tankstellen“) ermögliche. Das sei Voraussetzung, damit LNG sein erhebliches Potenzial für den maritimen Sektor entwickeln könne, so Gerstein.
Für Nord- und Ostsee bekommt das Thema eine besondere Bedeutung, wenn ab 2015 die Grenzwerte für Schwefelausstoß massiv abgesenkt werden.

„Der Aufbau der notwendigen Infrastruktur und die Umrüstung der Schiffe von Öl auf Gas stellt eine große Herausforderung da. Hier müssen Investitionen getätigt werden. Diese werden begünstigt, wenn sich der LNG-Verkäufermarkt in den nächsten Jahre wie prognostiziert zum Käufermarkt entwickelt. Falls darüber hinaus politischer Handlungsbedarf besteht, werden die Unions-Küstenparlamentarier im Rahmen ihrer Möglichkeiten den verstärkten Einsatz von LNG unterstützen“, sagte Liebing abschließend.

www.ingbert-liebing.de

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