Meine beruflichen Stationen
VKU-Hauptgeschäftsführer (2020–heute)
seit 2020: Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen e. V.
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vereint mehr als 1.600 kommunale Unternehmen mit über 300.000 Beschäftigten. Unsere Mitglieder sind dort aktiv, wo Daseinsvorsorge konkret wird: sie versorgen uns mit Energie und sauberem Trinkwasser, sie kümmern sich um die Abwasserentsorgung, sorgen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft, halten unsere Städte und Gemeinden sauber und bauen unsere digitalen Netze aus. Sie investieren jedes Jahr Milliarden in die Infrastruktur vor Ort und gestalten damit die Zukunft ihrer Städte und Gemeinden ganz praktisch mit. Diese Perspektive der Umsetzer ist es, die wir als Verband in politische Debatten einbringen.
Als Stimme der Kommunalwirtschaft vertreten wir die Interessen der Praktiker vor Ort und setzen uns für sie in Berlin, in den Ländern und in Brüssel ein. Wir sorgen dafür, dass die Erfahrungen und Perspektiven der Umsetzer in politischen Entscheidungen und regulatorische Vorgaben berücksichtigt werden und setzen uns für Rahmenbedingungen ein, die in der Praxis auch funktionieren.
Gegenüber unseren Mitgliedern verstehen wir uns als starken Partner auf Augenhöhe. Unsere Aufgabe ist es, das Wissen der Unternehmen zusammenzuführen, den Austausch zu fördern und die Erfahrungen vor Ort in Politik und Öffentlichkeit sichtbar zu machen.
Als Hauptgeschäftsführer verantworte ich die strategische Ausrichtung des Verbandes und vertrete die gemeinsamen Anliegen unserer Mitglieder gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Dabei ist es mein Anspruch, die Perspektive der kommunalen Praxis in die großen Debatten über Infrastruktur, Versorgungssicherheit und Transformation einzubringen.
Daseinsvorsorge in Europa mit dem bvöd und SGI Europe
Die Belange der kommunalen Unternehmen werden heute nicht nur in Berlin entschieden. Viele Vorgaben, die Energieversorgung, Wasserwirtschaft, Kreislaufwirtschaft oder digitale Infrastruktur betreffen, entstehen auf europäischer Ebene und wirken sich unmittelbar auf die Praxis vor Ort aus. Deshalb gehört die europäische Interessenvertretung für mich ebenso zur kommunalen Daseinsvorsorge.
Mit meiner Wahl zum Hauptgeschäftsführer des VKU habe ich 2020 zugleich den Vorsitz des Bundesverbands Öffentliche Dienstleistungen (bvöd) übernommen. Der bvöd bündelt die Interessen öffentlicher Unternehmen, kommunaler Spitzenverbände, Fachverbände und öffentlicher Arbeitgeber in Deutschland und vertritt diese auf europäischer Ebene.
Über den bvöd sind wir Teil von SGI Europe, dem europäischen Verband der öffentlichen Arbeitgeber und Unternehmen. Im November 2025 wurde ich in das Amt des Präsidenten von SGI Europe gewählt. In dieser Rolle setze ich mich gemeinsam mit unseren europäischen Partnern dafür ein, dass die Stimme der öffentlichen Unternehmen und Arbeitgeber in Brüssel Gehör findet und die besonderen Anforderungen gemeinwohlorientierter Dienstleistungen bei europäischen Entscheidungen berücksichtigt werden.
So ergänzen sich meine Aufgaben auf deutscher und europäischer Ebene: Während wir im VKU die Perspektive der kommunalen Unternehmen in Deutschland vertreten, sorgen wir beim bvöd und SGI Europe dafür, dass diese Interessen auch in Europa frühzeitig eingebracht werden.
Staatssekretär (2017–2020)
2017–2020: Staatssekretär in der Landesregierung Schleswig-Holstein und Bevollmächtigter beim Bund
Staatssekretäre, das sind beamtete Mitglieder der Landesregierung, die normalerweise in den Ministerien verantwortlich sind für die Organisation innerhalb des Ministeriums. Sie sind normalerweise die Verwaltungschefs, während die Ministerinnen und Minister die politischen Köpfe sind. In meinem Fall war es eine besondere Form: Als Staatssekretär gehörte ich zur Staatskanzlei, unterstand also direkt dem Ministerpräsidenten. Mit der Funktion als Bevollmächtigter des Landes Schleswig-Holstein beim Bund war ich jedoch überwiegend in Berlin tätig und leitete die Landesvertretung Schleswig-Holsteins.
In der Landesvertretung wurde eine Vielzahl von Veranstaltungen unterschiedlichster Art durchgeführt, mit denen wir Schleswig-Holstein in Berlin präsentiert haben – für das Land und für unsere politischen Ziele warben. Das konnten öffentliche, kulturelle Veranstaltungen sein, aber auch zielgerichtete Fachgespräche, in denen konkrete Landesthemen im politischen Berlin beworben wurden. Wir empfingen Besuchergruppen aus dem Land, z. B. Schulklassen und informierten über unsere Arbeit.
Die zentrale politische Aufgabe lag darin, den Auftritt der Landesregierung im Bundesrat vorzubereiten. Über den Bundesrat wirken die Länder an der Gesetzgebung und Verwaltung des Bundes mit. In dieser „Länderkammer“ gibt es unterschiedliche Fachausschüsse, die die Entscheidungen des Bundesratsplenums vorbereiten. Mitarbeiter aus der Landesvertretung vertreten das Land in diesen Ausschüssen nach inhaltlichen Weisungen der Fachministerien in Kiel. Zum Plenum hin muss sich die Landesregierung dann aus den unterschiedlichen fachlichen und parteipolitischen Sichtweisen der Ministerien eine gemeinsame Position bilden. Diesen Prozess zu steuern und zu koordinieren, ist eine der wichtigsten Aufgaben des Bevollmächtigten, die ich zu der Zeit ausfüllte.
Bundestagsabgeordneter (2005–2017)
2005–2017: Bundestagsabgeordneter
Von 2005 bis 2017 habe ich die Interessen der Bürgerinnen und Bürger des Wahlkreises Nordfriesland und Dithmarschen-Nord in Berlin vertreten. Drei Mal wurde ich direkt in den Deutschen Bundestag gewählt, 2013 zuletzt mit 49,8 Prozent.
In meiner Fraktion hatte ich wichtige Funktionen übernommen: So wurde ich zum Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft für Kommunalpolitik gewählt und war als kommunalpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Interessenvertreter für die Belange der Städte, Gemeinden und Landkreise.
Nachdem ich zunächst acht Jahre lang Mitglied im Umweltausschuss war, war ich zuletzt in den Ausschuss für Wirtschaft und Energie gewechselt, wo ich mich um den Erfolg der Energiewende kümmerte.
Für mich besonders wichtige Themen waren und sind die Energiewende, die Stärkung der ländlichen Räume, Tourismus sowie die kommunale Entwicklung.
