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Meine neuen Herausforderungen als VKU-Hauptgeschäftsführer

Seit dem 1. April 2020 bin ich Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) in Berlin. Der Einstieg beim VKU war zugleich eine Rückkehr in die kommunale Familie. 35 Jahre lang hat die Kommunalpolitik mein Leben geprägt. 14 Jahre im Ehrenamt in Neumünster, neun Jahre im Hauptamt als Bürgermeister auf Sylt, zwölf Jahre im Deutschen Bundestag als Interessenvertreter und Ansprechpartner für kommunale Belange sehe ich als gute Vorbereitung für die Herausforderung im VKU.

Als ich berufen wurde, waren die Ausmaße der Corona-Pandemie noch nicht absehbar und die ersten Wochen in meiner neuen Position bestanden darin, vom Homeoffice aus die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des VKU in Berlin, Brüssel und den Landesgruppen kennenzulernen und zugleich die Herausforderungen dieser außergewöhnlichen Situation einzuschätzen und zu koordinieren, welche Maßnahmen jetzt zu treffen seien.

Dies war ein ungewöhnlicher Einstieg und mit Sicherheit einer, den ich nicht so schnell vergessen werde. Zugleich bin ich sehr beeindruckt davon, wie kommunale Unternehmen diese Krise bewältigen. Die Kommunalwirtschaft in Deutschland ist stark und hat sich den neuen Bedingungen sehr schnell angepasst. Sie versorgt die Menschen auch in der Krise sicher mit Strom, Wärme, Wasser und schnellem Internet und entsorgt verlässlich ihren Abfall und das Abwasser. Die Corona-Pandemie zeigt sehr eindrücklich, wie wichtig die Daseinsvorsorge für Wirtschaft und Bürger ist – sie war nie so aktuell und wertvoll wie heute. Als VKU-Hauptgeschäftsführer möchte ich unsere Mitglieder dabei unterstützen, diese besondere Situation zu bewältigen.

Mir ist in der aktuellen Lage sehr wichtig zu betonen, dass aus dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lockdown kein politischer Lockdown bei den großen Fragen wird. Zentrale Themen wie Klimawandel, Energiewende, Digitalisierung und Mobilität bleiben weiterhin die großen und dringenden Herausforderungen unserer Zeit. In der Kommunalwirtschaft stehen wichtige Entscheidungen an, wie die rasche Herbeiführung von Rechtssicherheit beim Kohleausstieg, verlässliche Rahmenbedingungen für den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung sowie deren Zusammenspiel mit den erneuerbaren Energien.

Als Hauptgeschäftsführer werde mich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, unsere Unternehmen in dieser außergewöhnlichen Zeit mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln des VKU zu unterstützen. Diese Aufgabe gehe ich mit Freude und Optimismus an. Die Kommunalwirtschaft in Deutschland ist stark und hat sich immer wieder rasch neuen Gegebenheiten angepasst. Ich bin sicher: Dies werden die kommunalen Unternehmen auch diesmal wieder unter Beweis stellen.

Über mich

Meine beruflichen Stationen

Staatssekretär (2017 - 2020)

2017 - 2020: Staatssekretär in der Landesregierung Schleswig-Holstein und Bevollmächtigter beim Bund

Staatssekretäre, das sind beamtete Mitglieder der Landesregierung, die normalerweise in den Ministerien verantwortlich sind für die Organisation innerhalb des Ministeriums. Sie sind normalerweise die Verwaltungschefs, während die Ministerinnen und Minister die politischen Köpfe sind. In meinem Fall war es eine besondere Form: Als Staatssekretär gehörte ich zur Staatskanzlei, unterstand also direkt dem Ministerpräsidenten. Mit der Funktion als Bevollmächtigter des Landes Schleswig-Holstein beim Bund war ich jedoch überwiegend in Berlin tätig und leitete die Landesvertretung Schleswig-Holsteins.

In der Landesvertretung wurde eine Vielzahl von Veranstaltungen unterschiedlichster Art durchgeführt, mit denen wir Schleswig-Holstein in Berlin präsentiert haben – für das Land und für unsere politischen Ziele warben. Das konnten öffentliche, kulturelle Veranstaltungen sein, aber auch zielgerichtete Fachgespräche, in denen konkrete Landesthemen im politischen Berlin beworben wurden. Wir empfingen Besuchergruppen aus dem Land, z.B. Schulklassen und informierten über unsere Arbeit.

Die zentrale politische Aufgabe lag darin, den Auftritt der Landesregierung im Bundesrat vorzubereiten. Über den Bundesrat wirken die Länder an der Gesetzgebung und Verwaltung des Bundes mit. In dieser „Länderkammer“ gibt es unterschiedliche Fachausschüsse, die die Entscheidungen des Bundesratsplenums vorbereiten. Mitarbeiter aus der Landesvertretung vertreten das Land in diesen Ausschüssen nach inhaltlichen Weisungen der Fachministerien in Kiel. Zum Plenum hin muss sich die Landesregierung dann aus den unterschiedlichen fachlichen und parteipolitischen Sichtweisen der Ministerien eine gemeinsame Position bilden. Diesen Prozess zu steuern und zu koordinieren, ist eine der wichtigsten Aufgaben des Bevollmächtigten, die ich zu der Zeit ausfüllte.

Bundestagsabgeordneter (2005 - 2017)

2005 - 2017: Bundestagsabgeordneter

Von 2005 bis 2017 habe ich die Interessen der Bürgerinnen und Bürger des Wahlkreises Nordfriesland und Dithmarschen-Nord in Berlin vertreten. Drei Mal wurde ich direkt in den Deutschen Bundestag gewählt, 2013 zuletzt mit 49,8%.

In meiner Fraktion hatte ich wichtige Funktionen übernommen: So wurde ich zum Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft für Kommunalpolitik gewählt und war als kommunalpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Interessenvertreter für die Belange der Städte, Gemeinden und Landkreise.

Nachdem ich zunächst 8 Jahre lang Mitglied im Umweltausschuss war, war ich zuletzt in den Ausschuss für Wirtschaft und Energie gewechselt, wo ich mich um den Erfolg der Energiewende kümmerte.
Für mich besonders wichtige Themen waren und sind die Energiewende, die Stärkung der ländlichen Räume, Tourismus sowie die kommunale Entwicklung.